Der aktuelle Mietspiegel 2011 in Deutschland

Laut Mietspiegel fällt der Anstieg der Mietpreise 2011 etwas moderater aus als im Vorjahr. Er liegt derzeit ungefähr auf dem Niveau der Inflationsrate in Deutschland. Dieser allgemeine Trend sagt allerdings über die teils sehr unterschiedlichen Entwicklungen vor Ort wenig aus. In großen Metropolen wie München, Hamburg oder Frankfurt am Main beispielsweise, die bereits in den Vorjahren beträchtliche Mietsteigerungen verzeichneten, ziehen die Preise auch 2011 überdurchschnittlich an. Zu gleicher Zeit können in Landstrichen mit ohnehin niedrigen Wohnkosten, etwa in Sachen-Anhalt, die Mieten sogar nach unten gehen. Die Attraktivität der großen Städte ist demnach auch 2011 ungebrochen, während das flache Land weiterhin mit Abwanderungsbewegungen zu kämpfen hat.

München einsamer Spitzenreiter

Nach wie vor ist das Wohnen in Süddeutschland in der Regel deutlich teurer als im Norden der Republik. Ganz besonders niedrig bleiben die Mieten in den neuen Bundesländern.

Fast schon traditionell belegt München bei den Top-Wohnungsmieten einen einsamen Spitzenplatz. 11,60 Euro pro Quadratmeter mussten Mieter dort im ersten Quartal 2011 für eine 70 Quadratmeter große Wohnung mit normaler Ausstattung auf den Tisch legen. Zum Vergleich ein Blick auf das untere Ende der Skala: In anhaltischen Staßfurt, nach dem Mietspiegel die deutschlandweit günstigste Stadt mit mehr als 25.000 Einwohnern, beträgt der Mietpreis im Schnitt weniger als die Hälfte, nämlich 4,10 Euro.

Berlin immer noch erstaunlich günstig

Eine Sonderstellung unter den Hauptstädten der Welt nimmt, was die Mietpreise angeht, Berlin ein. Während sich Kapitalen üblicherweise durch ausgesprochen hohe Wohnkosten auszeichnen, liegt der Mietpreis in Berlin nur knapp über 5 Euro pro Quadratmeter. Trotzdem sind die Mieten in der Bundeshauptstadt in den vergangenen zwei Jahren überdurchschnittlich angestiegen.

Gewissermaßen ein Geheimtipp ist daneben auch das Ruhrgebiet. Hier kostet der Quadratmeter ebenfalls nur etwas mehr als 5 Euro Miete, obwohl die Region über eine gut entwickelte Infrastruktur und ein reiches Kulturangebot verfügt.

Starke Preisschwankungen je nach Wohnlage

Der Mietspiegel bietet Mietern und Immobilienbesitzern einen guten Anhalt, um sich über das Preisniveau vor Ort zu orientieren. Jedoch können die Mieten auch auf lokaler Ebene je nach Straßenabschnitt sehr unterschiedlich ausfallen. In München erstreckt sich die Preisspanne beispielsweise von 8,30 Euro bis 19,40 Euro pro Quadratmeter. In Frankfurt am Main, das mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 9,70 Euro nur relativ knapp hinter den 11,60 Euro Münchens liegt, schwanken die Preise hingegen zwischen 6,50 Euro und 15,80 Euro. Mit anderen Worten: Während in der Isarstadt auch die weniger angesehenen Stadtteile ziemlich teuer sind, kann man in Frankfurt am Main noch eine vergleichsweise günstige Wohnung finden.

Weitere Infos zum Mietspiegel in Deutschland finden Sie bei Spiegel.de.

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