Immobilien in Deutschland

Wenn Sie sich überlegen eine Immobilie zu erwerben, sollten Sie über die regionalen Unterschiede informiert sein. Diese bestimmen letztlich den Immobilienpreis. Woran orientieren sich die Immobilienpreise in Deutschland aber genau?

Der Immobilienmarkt in Deutschland weist viele regionale Unterschiede auf. Während Immobilien im Osten Deutschlands zum Teil recht günstig zu erwerben sind, gibt es in den Metropolregionen wie München, Hamburg, Düsseldorf, Wiesbaden oder in den Ferienorten wie die Insel Sylt, zum Teil extrem teure Immobilien. Unterschiede hinsichtlich der Immobilienpreise werden zudem im Bereich Gewerbeimmobilien und Immobilien zur Privatnutzung gemacht. Auch hier geht die Schere der Preise, bezogen auf die unterschiedlichen Regionen, sehr weit auseinander. Anhand der Privatimmobilienpreise soll der Preisunterschied erläutert werden.

Regionale Preisunterschiede bei Immobilien

Ein Einfamilienhaus in der Metropolregion Wiesbaden kostet durchschnittlich 750.000 Euro. In den Städten München, Stuttgart, Frankfurt und Freiburg müssen Käufer ebenfalls teilweise bis zu neun oder zehnmal mehr bezahlen als in vergleichbaren Regionen Ostdeutschlands oder des Ruhrgebietes. In den angrenzenden Gebieten der Metropolregionen, also dem Umland, kosten die Häuser angesichts der ruhigen Lage und der relativen Nähe zur Großstadt teilweise mehr als in der Großstadt selbst. So kosten Häuser im Umland Frankfurts mit durchschnittlich 600.000 Euro mehr als in Frankfurt, dort kosten die Häuser etwa 500.000 Euro. Ganz anders verhält es sich mit den Immobilien in Sachsen-Anhalt. Dort ist ein Einfamilienhaus schon für durchschnittlich 50.000 Euro zu bekommen. Wiederum anders verhält es sich in den Boomstädten des Ostens. In Dresden kostet eine Neubauimmobilie beispielsweise rund 222.000 Euro. Vielfach verhält es sich mit den Immobilien in Deutschland wie mit der regionalen Wirtschaftskraft. Je stärker die Region wirtschaftlich aufgestellt ist, umso teurer sind die Immobilien.

Regionale Unterschiede auf alle Immobiliensparten übertragbar

Das Beispiel der Einfamilienhäuser lässt sich kongruent auch auf andere Immobiliensegmente übertragen. Sei es der Bereich der Eigentumswohnungen oder der Bereich der Reihenhäuser. Das Verhältnis, welches anhand der Einfamilienhäuser dargestellt wurde, gilt für alle anderen Immobilien ebenfalls. Alternativ können Gebrauchtimmobilien den Preis für Immobilien in Deutschland nach unten drücken. Allerdings gilt auch hier die Regel, je beliebter eine Region, umso teurer die Gebrauchtimmobilie. Die Nachfrage bestimmt letztlich den Preis.

Die günstigste Region in Westdeutschland sind übrigens Teile des Ruhrgebietes. So gibt es in Gelsenkirchen bereits Eigentumswohnungen zu 20.000 Euro. Der Erwerb von Gewerbeimmobilien wird in einigen Ruhrgebietsmetropolen zum Teil sogar bei Erwerb und Schaffung von Arbeitsplätzen durch die Gemeinden gefördert, wodurch sich die Anschaffungskosten nochmals reduzieren. Gleiches gilt für einige Regionen des Ostens.

Immobilien in Deutschland und deren Preise sind somit hinsichtlich ihrer Attraktivität nicht homogen, sondern weisen eine heterogene Struktur auf, je nach Attraktivität der Lage. Wenn Sie flexibel sind und nicht an eine Region gebunden sind, können Sie beim Immobilienerwerb viel Geld sparen. Dies gilt insbesondere, wenn Sie einer Region den Vorzug geben, die in der unteren Preiskategorie angesiedelt ist.

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